… und wenn die Welt am Ende versinkt …

23. Dezember 2011
By admin
In einer weihnachtlichen Betrachtung möchten wir die Gründe dafür, wie es zur Initiative „Freiheit für Sturm“ gekommen ist, nochmals im Detail erläutern. Dabei werden wir uns auf den Kern der Problematik, eben auf eine emotionale Betrachtung, konzentrieren. Die wirtschaftlichen Gründe für die Entfernung des Hauptsponsors aus Logo und Vereinsnamen wurden ja bereits vielfach erläutert. Dass man wirtschaftlich besser auf mehreren Beinen als auf einem steht, dass der Fanartikelverkauf und die Gewinnung zusätzlicher Sponsoren in der heutigen Konstellation schwierig ist, sollte mittlerweile für alle verständlich sein. 

Was aber ist der emotionale Kern dieses Problems? Warum sind so viele Sturmanhänger so unglücklich mit der heutigen Darstellung von Vereinsnamen und Logo? Will man das verstehen, muss man den Fußball als Ganzes begreifen und die Gründe dafür warum dieser Sport über allen anderen steht, das größte Interesse erweckt und so viele Menschen Woche für Woche in seinen Bann zieht. Fußball ist mehr als Unterhaltung oder einfach eine sportliche Betätigung. Fußball ist ein Gegenpol zu unserem täglichen Leben, in dem wir beruflich oder privat zu kämpfen haben. Egal was passiert, mit welchen Ärgernissen man sich konfrontiert sieht, das Spiel findet immer statt. So gesehen, ist das Spiel eine fixe Konstante im Leben und das macht es so besonders.
Wenn man sich die Probleme unserer Zeit ansieht, in der wenige Reiche auf Kosten der Masse immer reicher werden, wo der Huster eines Finanzexperten dazu führt, dass Börsenkurse abrutschen und Milliarden verloren gehen, ist Fußball eine gesunde, heilsbringende Alternative. Wenn auch nur für wenige Stunden. Wenn man bedenkt, dass alle Menschen einem massiven Druck unterliegen, immer zu funktionieren um die eigene Existenz zu erhalten, dass wir die ganze Woche alles tun, um in diesem Spiel den Kopf über Wasser zu halten, dann gibt es kaum etwas Erfrischenderes als Fußball. Ein Spiel in dem es darum geht, Treue zu halten, Emotionen freien Lauf zu lassen. Indem es um mehr geht als nur um Geld und wirtschaftliches Wachstum. Natürlich ist keiner so dumm zu glauben, dass ein Fußballverein heute nicht nach kaufmännischen Kriterien bestens geführt werden muss (übrigens eine Forderung, die unsere Initiative vehement vertritt!), aber es muss gewisse Grenzen geben. Verwischen diese zu sehr, wird aus dem Besonderen einfache Unterhaltung. Dann wird das Spiel nicht mehr sein als Popcorn-Kino. Nette Ablenkung nicht mehr und nicht weniger. Dies gilt es zu verhindern. Dafür kämpfen wir. Und wir können versprechen, dass wir damit niemals aufhören werden. 

Es gibt ein Lied in unserer Kurve, das eben Beschriebenes sehr gut triff:
Sportklub Sturm Graz Du bist nie allein
Wir werden immer bei Dir sein
Und wenn die Welt am Ende versinkt
Wirst Du noch hören wie die Kurve für Dich singt!

In diesem Sinne wünschen wir frohe Weihnachten.

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